Die Freude beim Gärtnern. Klappe, die 22.
Die Freude beim Gärtnern. Klappe, die 22.

Die Freude beim Gärtnern. Klappe, die 22.

Ich kann mich nicht daran erinnern, das älteste Getreide der Welt, das in vielen Ländern noch ein wichtiges Nahrungsmittel ist, jemals gekostet zu haben. Der Hirse wird viel Gutes nachgesagt. Sie ist glutenfrei und sättigt aufgrund ihres hohen Ballaststoff- und Eiweißgehaltes lange. Vielleicht sollte ich doch davon kosten?

Die Wahrheit ist: Ich habe der Hirse, die auf neu angelegten oder frisch bearbeiteten Böden und auf ausgedünnten lückenhaften Grasnarben bei warmem trocknem Wetter üppig gedeiht, den Kampf angesagt. Zugegeben: ein ungleicher Wettbewerb. Denn die Getreideart, die als Nährböden Maisfelder bevorzugt, von denen mein Grundstück leider umgeben ist, setzt sich skrupellos gegen mich durch. Weil die Voraussetzungen fürs eifrige Vermehren und Verdrängen anderer Pflanzen auf meinem Grund und Boden bestens sind.

meine Freude beim Gärtnern © GvP
meine Freude beim Gärtnern © GvP

Neu angelegt auf 135 qm wurde eine Wiese, auf der in spe – so meine Hoffnung – insektenfreundliche Blumen und Gräser Betrachtern zur Freude gereichen sollen. Lückenhaft sind meine Rasenflächen sowieso und klimatechnisch sprach bisher in diesem Sommer ebenfalls alles für die invasive Art, die – so sie blüht – bis zu 15.000 Samen pro Pflanze produzieren kann.

Zu meinem Nachteil gereichte außerdem, dass man Hirse erfolgreich nur in ihrer anfänglichen Wachstumsphase bekämpfen kann, sprich: wenn sie klitzeklein ist. Wofür es wiederum ein hirsegeschultes Auge bedarf, das mir in dieser, meiner vierten Gartensaison freilich noch abging. In diesem Sommer 2024 kam die Erkenntnis jedenfalls zu spät, dass die kleinen Lichtkeimer mit breiten Blättern in hellgrüner Färbung, die sich noch so kleine Lücken zum Wuchern suchen, kein Gras, sondern Ungras sind, das frühestmöglich zu bekämpfen wäre.

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