Winter…

Winterwunder an der Elbe © GvP

Schön, dass wir Winter haben. Dumm nur, dass wir nicht mehr daran gewöhnt sind, uns von einer Jahreszeit entfremdet haben, die „früher“ für normal gehalten wurde. Während meiner Kindheit zumindest, die ich im Schwarzwald erlebt habe, wo es unter anderem zum guten Ton gehört hat, dass Kinder Skifahren lernen. Nur ungerne erinnere ich mich an meinen Skiunterricht in Hinterzarten. Die Füße kalt, die Finger klamm und der Versuch, die leichteste Übung, einen Schneepflug zu beherrschen, misslang gründlich. Einen Hang in eleganten Schwüngen hinunterzubrettern, war mir nie gegeben.

Winterwunder im eigenen Garten © GvP

Nichtsdestotrotz waren Freude und Spaß immer groß, wenn die Heimat verschneit war. Nichts hielt uns in der warmen Stube. Mochte die Kälte noch so klirrend und der Schnee verharscht sein. Glatteis? Wie herrlich kann man darauf rutschen!

Inzwischen sind uns Winter mit Eis, Kälte und Schnee fremd geworden und das Kind, dass sich neugierig, freudig, angst- und vorurteilsfrei in der Welt bewegt hat, bin ich längst nicht mehr. Fallen die Temperaturen und die ersten Flocken dann schrillen unsere Alarmglocken. Statt uns an unsere kindliche Freude zu erinnern und den Winter zu genießen…

Dazu ein Notat vom unvergessenen Tobias Schramm, alias Schlenzalot, der am 2. Februar 2016 verstarb:

Schnee ist die eierlegende Wollmilchsau unter dem Wetterphänomenen. Wir lieben ihn, wir hassen ihn, er bereitet uns Spaß und Arbeit. Und wenn die Eskimos 100 Wörter für Schnee haben – wir haben 100 Emotionen.  Denken Sie an ihre kindlichen Emotionen, wenn sie ihr Auto freikratzen.

Blog folgen

Trage Dich ein um immer über neue Beiträge der Rosiener Notizen aktuell informormiert zu werden.

Ihr wollt mehr lesen? 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert