Vor einigen Tagen meinte Karin zu mir, ihr Garten sähe aus, als hättem wir bereits Ende September. Ich pflichtete ihr bei, dass mir dieser Gedanke, meinen Garten betreffend, auch schon gekommen sei. Der Herbst starte heuer früh.
Innerlich triumphierte ich ein wenig. Nicht etwa, weil der Herbst früh Einzug nimmt. Sondern weil meine Beobachtung, dass sich Abläufe und Perioden verschoben haben, mit der Auffassung einer Frau übereinstimmte, die sehr viel länger in der Gegend lebt und sehr viel mehr von der heimischen Flora und Fauna versteht als ich.

Kurzfristig war mir sogar ein Hochgefühl beschert. Offenbar befinde ich mich doch auf dem Weg zur Naturkennerin! Doch dann stimmte mich der Fall, dass Mitte August heuer auf Ende September fällt, melancholisch: die Tage werden kürzer, das Licht fahler, die Nächte kühler.
Meine fünfte Gartensaison, für die ich mir viel vorgenommen hatte, währte nur kurz. Erst war es zu heiß, daraufhin viel zu kühl, dann zu nass und jetzt ist Herbst. Derzeit freilich ist der Herbst ungewöhnlich heiß.
Die Freude am Gärtnern kann ich getrost auf die nächste Saison verschieben. Zwar sind noch einige Tomaten zu ernten, erstmals sogar eine (sic!) Paprika und mehrere Zucchinis, an denen ich mich mittlerweile aber längst stattgegessen habe. Der Rasen, inzwischen größtenteils Wiese, wäre nach der aktuellen Hitzeperiode auch noch einmal zu mähen.
Das wars dann wohl mit der Freude am Gärtnern in dieser Saison. Schade, mehr wäre mir lieber gewesen!
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Liebe Gesine
Schon seit längerer Zeit folge ich mit Spannung Deinem Blog und kann es kaum erwarten bis der nächste folgt.
Es gibt sehr viele Parallelen mit meinem Alltag.
Ich kenne Dich und Deine Familie seit 1983 als ich im Vacanza in Benidorm für Deinen Vater gearbeitet habe.
Ich wohne in der Schweiz zwischen dem Zürich- und dem Walensee.
Mit einem herzlichen Gruss aus dem Schwyzerländli
Elena