Zeit einfrieren…
Zeit einfrieren…

Zeit einfrieren…

Es ist einmal wieder so weit! In der Nacht von Samstag auf Sonntag stellen sich die Uhren um eine Stunde zurück. So ganz ohne unser Zutun wird uns eine Stunde geschenkt. Die uns am 28. März 2027 wieder abhandenkommt. Und da sich die EU-Staaten nicht einigen können, wie das Hin und Her zu beenden wäre, wird das wohl ewig so weitergehen mit dem an der Uhr herumdrehen..

eingefrorene Zeit © GvP

Und dies obschon sich bei der europaweiten Umfrage zur Zeitumstellung, die 2018 stattfand und mit 4,6 Millionen Teilnehmern die bislang erfolgreichste Umfrage in der EU-Geschichte gewesen ist, über 80% dafür ausgesprochen haben, das Hin und Her jeweils im Frühjahr und Herbst abzuschaffen. Die Hoffnung lag damals beim amtierenden EU-Kommissar Jean-Claude Junker, der dem eindeutigen Votum der Bürger folgen wollte. Dementsprechend stimmte das EU-Parlament am 26. März 2019 über die Abschaffung ab. 410 Abgeordnete sprachen sich dafür aus, 192 waren dagegen. In der Folge wurde beschlossen, an den Uhren letztmalig 2021 zu drehen.

Das ist immerhin fünf Jahre her. Obwohl der Nutzen der Zeitumstellung längst widerlegt ist und sich jüngst wieder 71% der Deutschen dagegen aussprachen, drehen wir im Herbst bereitwillig die Zifferblätter zurück, im Frühjahr wieder nach vorne.

Man male sich aus, wir täten einfach nicht mehr mit. Wäre das mit Artikel 20 Absatz 2 des Grundgesetzes vereinbar in dem es heißt, „alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“?

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