Vier Antworten von Thorsten Knebusch, der für die Unabhängigen spricht
Vier Antworten von Thorsten Knebusch, der für die Unabhängigen spricht

Vier Antworten von Thorsten Knebusch, der für die Unabhängigen spricht

mit Durchblick Rat und Kreistag wählen © GvP

„Was können und wollen wir den Menschen, die hier leben, finanziell noch zumuten?“ Fragt Thorsten Knebusch von den Unabhängigen, der auf einen Wiedereinzug in den Rat hofft. – Ich sage ihm für seine Darlegungen herzlich Danke.

Unsere Gemeinschaft braucht starke Stimmen. Der Rat vertritt die Interessen der Menschen im Amt. Was motiviert Sie persönlich, diese Verantwortung zu übernehmen?

Die Unabhängigen sind als Wählergruppe angetreten, um die Bedürfnisse, Sorgen und Interessen der Menschen, die hier leben, in den Mittelpunkt zu stellen, unabhängig von Parteivorgaben. Ich trage auch beruflich Verantwortung für viele Menschen. Dabei war mir immer wichtig, dass jeder fair behandelt wird, ein ordentliches Auskommen hat und mit seinen Anliegen ernst genommen wird, vom Handlanger bis zum Bauleiter. Füreinander einstehen und gemeinsam an einem Strang ziehen, das versuche ich auch in die Arbeit des Gemeinderates einzubringen. Besonders wichtig sind mir dabei die Menschen, deren Stimme nicht immer die lauteste ist. Hier zu bleiben, muss lebenswert sein und hierherzukommen wieder erstrebenswert werden.

Was meinen Sie, wo drückt den Bürgern besonders der Schuh?

Das lässt sich nicht für alle gleich beantworten. Jugendliche, Familien, Berufstätige und Senioren beschäftigen unterschiedliche Sorgen. Aber am Ende läuft vieles auf zwei Fragen hinaus: Kann ich mir mein Leben im Amt Neuhaus auch morgen noch leisten, und habe ich hier eine Zukunft?

Junge Menschen fragen sich, welche Ausbildung und welcher Beruf ihnen künftig Sicherheit bieten und ob sie ihre Zukunft hier gestalten können. Familien und Berufstätige spüren steigende Kosten für Lebensmittel, Energie, Mobilität und Finanzierung. Das trifft unsere Region besonders. Rund 75 Prozent der Erwerbstätigen aus dem Amt Neuhaus pendeln zur Arbeit. Gleichzeitig liegt das durchschnittliche Nettohaushaltseinkommen hier etwa 10.000 Euro unter dem in Bleckede und dem Kreisdurchschnitt. Das muss Kommunalpolitik berücksichtigen, bevor sie Steuern und Gebühren erhöht. Auch viele Senioren müssen sehr genau rechnen. Ungefähr die Hälfte unserer Haushalte verfügt über weniger als 50% des Durchschnittseinkommens der Bürger unseres Landkreises im Jahr. Gerade im Alter kommen Sorgen um steigende Lebenshaltungskosten, Pflege und Altersarmut hinzu. Deshalb ist für uns eine der entscheidenden kommunalpolitischen Fragen: Was können und wollen wir den Menschen, die hier leben, finanziell noch zumuten?

Und ein Thema betrifft letztlich alle Generationen: die fehlende Elbbrücke. Sie kostet uns Entwicklungsmöglichkeiten, Zeit und Geld. Deshalb muss für sie weiterhin ohne Wenn und Aber gekämpft werden.

Welche Schwerpunkte wollen Sie im Rat in den kommenden fünf Jahren setzen?

Unser wichtigstes Ziel ist, dass das Leben im Amt Neuhaus bezahlbar und lebenswert bleibt. Wir müssen Bedingungen schaffen, damit sich wieder mehr Menschen bewusst für das Amt Neuhaus entscheiden: Familien, Rückkehrer, Arbeitnehmer und Unternehmer. Dazu gehören attraktive Wohnbedingungen, verlässliche Kinderbetreuung, Arbeitsplätze vor Ort, eine gute Infrastruktur und natürlich der weitere konsequente Kampf für die Elbbrücke. Gleichzeitig müssen wir die finanzielle Entwicklung unserer Gemeinde in den Griff bekommen. Investitionen müssen nach Notwendigkeit, Nutzen und Finanzierbarkeit bewertet, Fördermöglichkeiten konsequent genutzt und Verwaltungsabläufe kritisch auf Verbesserungsmöglichkeiten überprüft werden. Unser Ziel dabei ist klar: die finanzielle Belastung der Bürger so gering wie möglich zu halten.

Ihre Vision für das Amt Neuhaus im Jahr 2031?

Meine Vision ist eigentlich ganz einfach: Dass die Menschen, die uns 2026 ihr Vertrauen gegeben haben, auch 2031 noch sagen können: Es war die richtige Entscheidung. Dann werden wir eine Gemeinde vorfinden, in der das Leben bezahlbar geblieben ist, die Einwohnerentwicklung eine bessere Richtung genommen hat, Familien und Unternehmen wieder Perspektiven sehen, Vereine und Feuerwehren stark sind und wir auf einer Brücke über die Elbe fahren können, und zwar nicht in Dömitz oder Lauenburg, sondern hier bei uns.

Wenn uns das gelingt, haben wir vieles richtig gemacht und hier spreche ich nicht nur für mich, sondern stellvertretend für alle Unabhängigen.

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