Über Hitze, die WM und das Ehrenamt
Über Hitze, die WM und das Ehrenamt

Über Hitze, die WM und das Ehrenamt

Gestern wurde ich gefragt, warum es auf den „Notizen“ nichts Neues zu lesen gibt. Eine Schreibblockade ist es nicht. Vielmehr brennt so vieles auf den Nägeln, weshalb ich mich nicht fokussieren, Themen nicht gewichten kann.

Etwa die nicht endend wollenden Kriege oder im Weißen Haus ein erratischer Präsident, der diplomatisches Porzellan zerschlägt und Konflikte lostritt, die sich nicht mehr einfangen lassen. Der deutsche Wirtschaftsstandort im freien Fall und anstehende gesellschaftliche Reformen, die manchen aufstoßen werden. Die Hitze mit Rekordtemperaturen und anhaltenden Folgen für das Land. Das schwere Erdbeben in Venezuela. Und zuletzt das Debakel der Nationalelf, deren Aufgabe es gewesen wäre, das gebeutelte deutsche Volk über die wirtschaftliche Misere, strukturelle Versäumnisse, Inflation, hohe Benzin-, Gas- und Strompreise sowie steigende Kosten für Lebensmittel und Wohnen hinwegzutrösten. Und der Kanzler bedankt sich noch für diese Blamage bei den Spielern…

das mass meine Heizung am 26.06.26 © GvP
das mass meine Heizung am 27.06.2026 © GvP

Doch auch im Amt Neuhaus rumort es gewaltig. Niedrigwasser; schon relativ früh in diesem Sommer setzt „Tanja“ einmal wieder nicht über die Elbe. Gut möglich, dass der bisherige Rekord von insgesamt 100 Ausfalltagen in 2025 heuer getoppt wird. Sorgen macht zudem der Eichenprozessionsspinner und das Ärgernis der Bürger in Sachen neuer Verpachtung des Amtsgrills ist groß.

Nicht zu vergessen: Just in dem Jahr, in dem der Bundespräsident durch die Einführung eines neuen deutschen Ehrenamtstages herauskehrte, dass das ehrenamtliche Engagement Rückgrat unserer Gesellschaft ist und dass viele Bereiche des öffentlichen Lebens ohne diesen bürgerschaftlichen Einsatz nicht funktionieren würden, schmeißen bei uns Ehrenamtliche reihenweise hin. Ich kenne deren Beweggründe nicht. Mutmaße aber aus eigner Erfahrung, dass strukturelle Ursachen mitspielen könnten. Mir jedenfalls wurde nach 2 1/2-jähriger Tätigkeit deutlich gemacht, dass mein Engagement für unsere Gemeindebücherei nicht nur nicht geschätzt wurde, sondern gar nicht gefragt war. Das war eine überaus bittere Erfahrung, dass persönlicher Einsatz, Hingabe und Leidenschaft hier nicht gerne gesehen werden. Schweren Herzens zog ich daraus die Konsequenz, den Minijob zu kündigen.

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Ein Kommentar

  1. Gerd

    Das ist doch bei der Hitze einfach – auf den Amtsgrill. Das ist doch interessant und geht alle an. Es herrscht an Gastronomie ganz offensichtlich kein Überfluss im Zentrum, sondern das Wenige wird nun noch weniger. Der Penny und das Café funktionieren, die Öffnungszeiten passen bequem und organisch zueinander.

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