Für die Linke steht Claudia Jasker Rede und Antwort
Für die Linke steht Claudia Jasker Rede und Antwort

Für die Linke steht Claudia Jasker Rede und Antwort

„Politik von unten nach oben“ lautet das Credo der Linken. Ich sage Claudia Jasker, Kandidatin für unseren Rat, für ihre Ausführungen herzlich Danke.

Unsere Gemeinschaft braucht starke Stimmen. Der Rat vertritt die Interessen der Menschen im Amt. Was motiviert Sie persönlich, diese Verantwortung zu übernehmen?
Uns motiviert vor allem, dass das Amt Neuhaus eine starke, verlässliche und hörbare Stimme braucht. Wir sind eine kleine Gemeinde und erleben immer wieder, dass unsere besonderen Bedingungen in der regionalen Politik zu wenig berücksichtigt werden. Zu oft entsteht der Eindruck, dass Entscheidungen getroffen werden, ohne die Situation vor Ort ausreichend einzubeziehen, oder dass unsere Gemeinde bei wichtigen Entwicklungen und Investitionen nicht die notwendige Aufmerksamkeit erhält. Wir möchten dazu beitragen, dass sich das ändert.

mit Durchblick Rat und Kreistag wählen © GvP

Uns ist wichtig, die Menschen im Amt Neuhaus und ihre konkreten Lebenssituationen stärker in den Mittelpunkt zu stellen. Soziale Fragen, die alltäglichen Herausforderungen der Einwohnerinnen und Einwohner sowie eine nachhaltige Entwicklung unserer Gemeinde müssen bei politischen Entscheidungen die Hauptrolle spielen. Dafür bringen wir ein starkes und vielfältiges Team mit unterschiedlichen Lebenswegen, Erfahrungen und Perspektiven ein. Bei uns engagieren sich junge, motivierte Menschen, die ihre Zukunft hier sehen, genauso wie Menschen, die aus eigener Erfahrung wissen, was es bedeutet, mit einem kleinen oder mittleren Einkommen auszukommen. Diese Vielfalt ist unsere Stärke: Sie hilft uns, Entscheidungen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und immer zu fragen: Was bedeutet eine Entscheidung tatsächlich für den Alltag und den Geldbeutel der Menschen?

Kommunalpolitik ist für uns keine reine Zahlen- und Verwaltungsarbeit – am Ende zählt, ob sie das Leben vor Ort spürbar verbessert. Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigt sich schon jetzt ganz konkret: Wir haben aktuell bereits vier Anträge auf den Weg gebracht und eingereicht, mit denen sich der neue Rat befassen muss. Diese Anträge sind nicht aus der Distanz entstanden, sondern genau aus dem direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort. Indem wir zuhören, die Anliegen aus den Gesprächen aufgreifen und sie direkt in die Ratsarbeit einbringen, machen wir Politik von unten nach oben. Genauso wollen wir auch in Zukunft arbeiten: nah an den Menschen und ihren echten Bedürfnissen.

Was meinen Sie, wo drückt den Bürgern besonders der Schuh?

Der Schuh drückt überall dort, wo der Alltag für die Menschen im Amt Neuhaus unnötig schwer gemacht wird oder Infrastruktur schwindet. Besonders spürbar ist das bei der Mobilität und Anbindung: Ohne verlässlichen ÖPNV und gut ausgebaute Straßen und Wege sind viele Ortsteile abgehängt. Auch der Erhalt und Ausbau der alltäglichen Nahversorgung, der medizinischen Versorgung sowie verlässlicher Betreuungs- und Bildungsangebote für Familien sind Dauerbrenner, die den Menschen Sorgen machen. Gleichzeitig belasten steigende Lebenshaltungskosten viele Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen extrem. Wenn dann noch das Gefühl hinzukommt, dass die Politik weit weg ist oder Entscheidungen am grünen Tisch getroffen werden, führt das zu Frust. Die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich Transparenz, echte Mitsprache und eine Verwaltung sowie Politik, die ansprechbar ist und Probleme unbürokratisch anpackt.

Welche Schwerpunkte gedenken Sie im Rat in den kommenden fünf Jahren zu setzen?

Kommunalpolitik muss für uns pragmatisch, sozial und nah an den Menschen sein. Unsere Schwerpunkte für die kommenden fünf Jahre sind:

  • Stärkung des Zusammenhalts und des Ehrenamts: Unsere Rettungskräfte und Feuerwehren, die Vereine und die vielen ehrenamtlich Engagierten halten das Amt Neuhaus zusammen. Sie verdienen nicht nur warme Worte, sondern konkrete Unterstützung und verlässliche Mittel.
  • Soziale und gerechte Kommunalpolitik: Wir setzen uns dafür ein, dass kommunale Abgaben, Gebühren und Investitionen fair gestaltet werden und Menschen mit geringem Einkommen oder Familien nicht übermäßig belasten.
  • Kultur des Miteinanders im Rat: Wir wollen weg vom reinen Parteidenken. Unterschiedliche Positionen gehören zur Demokratie, aber im Rat sollte am Ende nicht entscheidend sein, von wem eine Idee stammt, sondern ob sie den Menschen im Amt Neuhaus hilft. Wir stehen für Dialog auf Augenhöhe und eine lösungsorientierte Zusammenarbeit über Fraktionsgrenzen hinweg.
  • Gleiche Chancen für alle Ortsteile: Investitionen und Entwicklungen dürfen sich nicht nur auf Zentren konzentrieren, sondern müssen allen Ortsteilen unseres Amtes zugutekommen.

Ihre Vision für das Amt im Jahr 2031?

Unsere Vision für das Jahr 2031 ist vor allem eine Frage des Miteinanders: Wir wünschen uns ein Amt Neuhaus, in dem man sich kennt, miteinander spricht und gemeinsam Lösungen findet. 2031 soll Neuhaus eine Gemeinde sein, in der Bürgerbeteiligung selbstverständlich ist. Die Menschen sollen wissen: „Meine Meinung wird gehört. Ich kann mich einbringen. Ich kann etwas bewegen.“

Wir sehen im Jahr 2031 ein Amt Neuhaus mit lebendigen Ortsteilen, Treffpunkten für Jung und Alt, intakten Straßen und Wegen sowie einer ansprechbaren, serviceorientierten Verwaltung. Eine Gemeinde, die ihre eigenen Stärken kennt, ihre Herausforderungen ehrlich benennt und ihre Zukunft gemeinsam gestaltet.

Kurz gesagt: Neuhaus 2031 – nah dran. Zuhören. Anpacken. Gemeinsam gestalten.

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