Wahlabwägung Amt Neuhaus 2026
Gemeinderat – Kandidaten und Positionen
CDU-Fraktion
Vertreter: Marko Puls und Christian Fabel Motivation für Ratsmitgliedschaft
15+ Jahre Erfahrung als Ratsmitglieder
Erfolg: Grundschule Tripkau vor 15 Jahren gerettet
Regional verwurzelt, kennen lokale Probleme
Hauptthemen & Probleme der Bürger
- Elbbrücke – massives Problem (Fährenausfälle, lange Schulwege, Pendlerverkehr)
- Finanzierung – Haushalt knapp, aber „genehmigungsfähig hinbekommen“ 3. Steigende Abgaben/Steuern – aber Bürger wollen auch keine Leistungen streichen
- Öffentlichkeitsarbeit – defensiv: Welche Kanäle? Zeitung? Facebook?
- Biosphärenreservat – „Bestimmungen und Verbote, die nicht mehr nachzuvollziehen sind“
Schwerpunkte nächste 5 Jahre
Genehmigungsfähigen Haushalt halten (keine Zwangsverwaltung)
Freiwillige Leistungen erhalten (soweit möglich)
Eichenprozessionsspinner bekämpfen (Tourismus-Schutz)
Gewerbegebiete weiterentwickeln
Innerörtlichen Leerstand adressieren
Vision 2031
Elbbrücke eröffnet
Einwohner bleiben, neue kommen hinzu
Mehr Gewerbeansiedlung
Biosphärenreservat im Einklang mit Einwohnern
✅ Stärken
Langjährige, bewährte Erfahrung
Konkrete Erfolgsbeispiele (Grundschule)
Realistischer Umgang mit Finanzen
Fokussiert auf Elbbrücke als Schlüsselproblem
⚠ Schwächen
Wirkt etabliert und routiniert
Vage bei Finanzierung & Prioritäten
Defensive Ausführungen (z.B. Öffentlichkeitsarbeit)
Keine klare Sozialpolitik
Biosphärenreservat-Kritik vage
Wenig Vision für Innovation/Zukunft
Fazit
Solide Kontinuität, aber wenig Inspiration. Macht den Job schon lange, will ihn weitermachen.
Für Stabilität gedacht, aber kein Aufbruchssignal.
Unabhängige – Thorsten Knebusch
Motivation für Ratsmitgliedschaft
Bedürfnisse, Sorgen und Interessen der Menschen im Mittelpunkt
Unabhängig von Parteivorgaben – zentrale Botschaft
Berufliche Erfahrung mit Menschen: fair behandelt, ernstnehmen
„Füreinander einstehen und gemeinsam an einem Strang ziehen“
Besondere Fokus: Menschen, deren Stimme nicht die lauteste ist
Hauptthemen & Probleme der Bürger – DATENGESTÜTZT
Elbbrücke – fehlende Infrastruktur
Wirtschaftliche Belastung der Bürger – zentral!
75% Pendler (lange Schulwege!)
Nettohaushaltseinkommen: -10.000€ vs. Bleckede & Kreisdurchschnitt ~50% der Haushalte unter 50% des Landkreis-Durchschnitts!
Unterschiedliche Generationen, unterschiedliche Sorgen:
Jugendliche: Ausbildung, Zukunftsperspektive hier?
Familien/Berufstätige: steigende Lebenshaltungskosten
Senioren: Altersarmut, Pflege
Schwerpunkte nächste 5 Jahre
Kernziel: Leben im Amt Neuhaus muss bezahlbar und lebenswert bleiben
Bedingungen für Familien, Rückkehrer, Arbeitnehmer, Unternehmer schaffen
Wohnbedingungen, Kinderbetreuung, Arbeitsplätze, Infrastruktur
Finanzielle Disziplin: Investitionen nach Notwendigkeit/Nutzen/Finanzierbarkeit
Fördermöglichkeiten nutzen
Verwaltungsabläufe optimieren
Klares Ziel: finanzielle Belastung der Bürger minimieren
Vision 2031
Vertrauen gerechtfertigt: „Es war die richtige Entscheidung“ Gemeinde mit bezahlbarem Leben bessere Einwohnerentwicklung
Familien und Unternehmen haben Perspektiven
Vereine und Feuerwehren stark
Elbbrücke – hier bei uns, nicht Dömitz/Lauenburg
✅ Stärken
KONKRETE DATEN – 75%, -10.000€, 50% Statistiken – sehr überzeugend
Klare Kernbotschaft: „Kann ich mir mein Leben hier noch leisten?“
Sozialpolitische Wende erkennbar (gegenüber CDU)
Realistischer Blick auf Armut und Ungleichheit
Fokus auf Generationen differenziert
Glaubwürdiger Ton (beruflicher Hintergrund stärkt Credibility)
⚠ Schwächen
Keine schwierigen Konflikte benannt (zu harmonisch?) Wie spart man konkret ohne Qualitätsverlust?
Elbbrücke auch hier wiederholt – aber: nicht die Aufgabe der Gemeinde
Wenig zu anderen Themen (Leerstand, Tourismus, Kultur)
Fazit
Der datengestützte Realist mit sozialem Blick. Knebusch wirkt kompetent, ehrlich und nicht abgehoben. Seine Zahlen zur Armut sind schlagend. Das ist die Alternative für wer weniger etablierte Politik will – mit Sachverstand statt Routine.
Die Linke – Claudia Jasker
Motivation für Ratsmitgliedschaft
Kleine Gemeinde braucht starke, verlässliche, hörbare Stimme
Regionale Politik berücksichtigt Amt Neuhaus zu wenig
Entscheidungen ohne Ortsbeteiligung getroffen
Politik von unten nach oben – Kernmotiv
Team mit Vielfalt: junge Menschen, Menschen mit kleinem Einkommen, unterschiedliche Lebenswege
Hauptthemen & Probleme der Bürger
- Mobilität & Anbindung – ÖPNV, Straßen/Wege schlecht
Ortsteile „abgehängt“
- Daseinsvorsorge – Nahversorgung, medizinische Versorgung, Betreuung/Bildung fehlen
- Steigende Lebenshaltungskosten – belastet Haushalte mit kleinen/mittleren Einkommen
- Entfernte Politik – Entscheidungen am „grünen Tisch“
- Transparenz & Mitsprache – wünscht sich der Bürger
Schwerpunkte nächste 5 Jahre – Konkrete Liste
- Stärkung Ehrenamt – Rettungskräfte, Feuerwehr, Vereine verdienen konkrete Unterstützung
- Soziale & gerechte Kommunalpolitik – faire Abgaben/Gebühren, entlastet niedriges/mittleres Einkommen
- Kultur des Miteinanders – weg vom Parteiendenken, lösungsorientiert über Fraktionsgrenzen
- Gleiche Chancen für alle Ortsteile – nicht nur Zentren fördern
Konkrete Aktivität (!)
Bereits 4 Anträge eingereicht – nicht am grünen Tisch, sondern aus direktem Bürgerkontakt
Vision 2031
Gemeinde, in der man sich kennt, miteinander spricht
Bürgerbeteiligung selbstverständlich – „Meine Meinung wird gehört. Ich kann mich einbringen.“
Lebendige Ortsteile, Treffpunkte für Jung & Alt
Intakte Straßen & Wege
Ansprechbare, serviceorientierte Verwaltung
Slogan: „Neuhaus 2031 – nah dran. Zuhören. Anpacken. Gemeinsam gestalten.“
✅ Stärken
Partizipation mit BEWEIS – 4 Anträge schon eingereicht, nicht nur Versprechen
Ehrenamt explizit gewürdigt mit konkreter Unterstützung
Guter Slogan & prägende Botschaft
Vielfältiges Team als Stärke (junge/erfahrene, verschiedene Einkommenserfahrungen)
Klare Kritik an Entfernung der Politik (populär, aber berechtigt) Fokus auf Ortsteile (vernachlässigt oft)
⚠ Schwächen
Sehr wenig konkret bei Problemen – ÖPNV, Nahversorgung, medizinische Versorgung genannt, aber KEINE Zahlen/Beispiele
Wo genau ist Mobilität Problem? Welche Ortsteile konkret „abgehängt“?
Vage Lösungen – „faire Gestaltung“ von Abgaben – aber wie konkret?
Keine Finanzierungsideen präsentiert
Teilweise idealistisch statt realistisch
„ Menschen mit geringem Einkommen nicht übermäßig belasten“ – aber wie, wenn Haushalt knapp?
Die anderen Parteien kämpfen ja schon damit!
Kritik „am grünen Tisch“ ist populistisch (aber auch fair)
Keine Konkretheit zu: Wie verbessert man ÖPNV in dieser Größe? Finanzen?
Fazit
Partizipatives Engagement mit idealistischer Schlagseite. Jasker hört zu, hat konkrete Anträge eingereicht – das ist real. Aber wenn es um schwere Entscheidungen geht (Finanzen, Prioritäten), werden die Antworten vage. Wirkt wie: „Wir machen es anders“ – aber wie? Gut für: Wer Bürgerbeteiligung ernst meint. Bedenklich für: Wer konkrete Lösungen zu Armut/Finanzen sucht.
Freie Wähler – Heiko Kotzbau
Motivation für Ratsmitgliedschaft
In Neuhaus geboren und aufgewachsen – echte Heimat, nicht nur Wohnort
Schule, Fußball hier – kennt die Menschen, Dörfer, die Entwicklung
Ehrlich: „Ich kann nicht alle Probleme lösen – schon gar nicht allein“
Interesse: Zukunft der Gemeinde für kommende Generationen
Wichtig: Sachorientierte Zusammenarbeit über Parteigrenze
Vision: Zusammenarbeit auch über Gemeindegrenzen (Samtgemeinde, Landkreis)
Hauptthemen & Probleme der Bürger
- Straßen, Wege, Mobilität, Fährverkehr – unmittelbar im Alltag spürbar
Ausfälle beeinflussen: Arbeit, Schule, Arzbesuche, gesamter Alltag
- Entwicklung Ortsteile – wollen Zukunft haben
Einkaufsmöglichkeiten, ärztliche Versorgung, Infrastruktur
Angebote für Kinder, Jugendliche, ältere Menschen
- Finanzielle Situation – Was können wir uns leisten? Wo sparen?
- Transparenz & Nachvollziehbarkeit – Menschen möchten verstehen, warum Entscheidungen so fallen
Schwerpunkte nächste 5 Jahre
- Solide & nachhaltige Entwicklung – finanzielle Situation ehrlich betrachten
- Daseinsvorsorge, Infrastruktur, Ortsteile-Entwicklung, Mobilität, Feuerwehr, Ehrenamt
- Kinder, Jugendliche, Familien, Senioren – gute Perspektiven
- Bürgerbeteiligung verstärken – Menschen kennen Probleme vor Ort am besten
Funktioniert aber nicht von alleine – braucht Angebot + Engagement
- Über Gemeindegrenzen denken – gemeinsame Lösungen mit anderen Gemeinden wo sinnvoll
Vision 2031 – 6-Punkte-Programm
Kotzbau möchte später sagen können:
- Wir haben zugehört
- Wir haben Fragen gestellt
- Wir haben Entscheidungen transparent gemacht
- Wir haben Bürger beteiligt, wo möglich
- Wir haben Verantwortung übernommen
- Wir haben über Parteigrenzen zusammengearbeitet
✅ Stärken
Authentizität & Heimatbezug – wirklich glaubwürdig
Ehrliche Grenzenklarheit – „kann nicht alles alleine lösen“ – erfrischend realistisch
Guter, differenzierter Ton (nicht populistisch, sachlich)
Praktische Probleme konkret benannt (Fähren, Straßen, Wege)
Partizipation + Grenzen-Denken kombiniert (über Gemeindegrenzen) Gute Abschlussbotschaft (6-Punkte-Liste ist klar & prägnant)
⚠ Schwächen
Zu viele Buzzwords ohne konkrete Fleisch:
„Daseinsvorsorge“, „nachhaltige Entwicklung“, „Transparenz“, „Verlässlichkeit“ – zu allgemein
Schon 3x „Transparenz“ erwähnt, aber kein Beispiel, was konkret besser sein soll Keine Zahlen, keine Fakten – im Gegensatz zu Unabhängigen keine Datengestütztheit
Freie Wähler bleiben mysteriös – Was unterscheidet ihn von CDU oder Unabhängigen?
Zu lang & teilweise wiederholend (Partizipation, Zusammenarbeit mehrmals)
Spricht alle an, greift aber nichts scharf an – sehr Mainstream
Finanzielle Vision vage: „finanziell wieder mehr Gestaltungsmöglichkeiten“ – wie?
Fazit
Der ehrliche, authentische Mainstream-Kandidat. Kotzbau hat den besten Ton und wirkt wie jemand, der wirklich zuhört. Aber auch der am wenigsten kontrastive – er könnte von jeder Partei sein.
Sehr saubere Kommunalpolitik, aber wenig Profil. Gut für: Wer Balance & Harmonie will.
Schwach für: Wer klare Positionen zur Sozialpolitik oder Innovation sucht.
Bündnis 90/Die Grünen – Benjamin Widegreen
Motivation für Ratsmitgliedschaft
Demokratie ist Aktivität, nicht Passivität – zentrale Philosophie
Glückliche Lebenssituation: Kraft und Energie für Ehrenamt einbringen können
Wunsch, lokale Gestaltung & Zusammenleben aktiv mitzugestalten in herausfordernden Zeiten
Nicht vom Wesen her Meckerer – stattdessen aktives Handeln
Wichtig: Kritik an mangelnder Demokratie-Kultur
Podiumsdiskussion war vorbereitet, aber eine Fraktion verweigerte Teilnahme → „gibt bereits eine Antwort“
Initiative privater Bürger (Rosiener Notizen) musste Lücke schließen – das stimmt nachdenklich
Hauptthemen & Probleme der Bürger – DIFFERENZIERT
Nicht pauschalisierend, sondern individualisiert – „Schuhe sind persönlich“
Aber gemeinsame Sorge: Werden wir uns morgen noch leisten können, was wir gestern konnten?
Konkrete Themen: Wohnen, Energie, Hitze, Trockenheit, Kriege, globale Unsicherheit
Wichtiger Punkt: Lokale Gestaltung braucht mehr Fokus in politischen Diskussionen (wird oft übersehen)
Braucht mehr konstruktive Zusammenarbeit statt Meckerei
Schwerpunkte nächste 5 Jahre – 15-Punkte-Programm
Die Grünen haben ein ausführliches Programm entwickelt: Zukunftsplan Amt Neuhaus Zentrale Schwerpunkte:
- Konstruktive Zusammenarbeit – mit Verwaltung, nicht gegen sie
- Funktionsfähige Verwaltung erhalten – Stellenabbau verschärft nur Belastung
- Biosphärenreservat als Asset nutzen – nicht als Problem sehen:
Teil der Identität
Stärkstes Argument gegenüber Besuchern, Investoren, neuen Einwohnern
„Diese Karte haben wir noch längst nicht vollständig ausgespielt“
- Zukunftsfreundliche Gemeinde – Junge sollen hier bleiben/zurückkommen können
- 3,8 Millionen Euro Bundesmittel nutzen – aus Sondervermögen „Infrastruktur und
Klimaneutralität“
Grüne haben Plan, wie das sinnvoll eingesetzt wird
Kritik an anderen Parteien: „Wie wollt ihr 3,8 Mio ausgeben?“ – sie haben keinen Plan!
Analogie: Sparsameres Auto, aber keine Anschaffung? Jemand hilft mit Geld – kaufen wir nur neue Felgen?
Vision 2031
Funktionierende Gemeinschaft durch:
- Finanzielle Entlastung für die, die sie brauchen
- Lebenswerte Gemeinde für Jung & Alt – und für die Natur
- Mehr Miteinander & gegenseitige Solidarität
- Modernisierung für Zukunftsfähigkeit & Kostensenkung
✅ Stärken
Konkrete Finanztrategie: 3,8 Millionen Euro Bundesmittel – einzige mit Plan dafür
Andere Perspektive auf Biosphärenreservat: Asset statt Problem (CDU kritisiert es)
Konstruktiver Ton: Nicht gegen Verwaltung, sondern mit ihr arbeiten
Intelligente Kritik an anderen: „Ihr habt keinen Plan für die 3,8 Mio“ – trifft sichtbar!
15-Punkte-Programm – umfangreich, online abrufbar
Demokratie-Kritik – Podiumsdiskussionen-Absage durch andere ist problematisch
Differenzierte Argumentation – nicht platt, sondern nachdenklich & realistisch
Fokus auf Modernisierung – nicht nur sparen, sondern investieren für Einsparungen später
⚠ Schwächen & Fragezeichen
Zu viel Rhetorik, wenig spezifische Projekte
15-Punkte-Programm wird erwähnt, aber in Interview nicht konkretisiert Welche Modernisierungen konkret? Welche Großprojekte?
Das Auto-Analogie ist schön, aber: Welche Felgen vs. welches neue Auto?
- Bundesmittel-Fixierung könnte problematisch sein
Fokussieren stark auf die 3,8 Mio – was ist Plan ohne dieses Geld?
Bundesförderung kann sich ändern, ausfallen, an Bedingungen gebunden sein
Wenig zu konkreten lokalen Problemen
Elbbrücke: nicht erwähnt
Leerstand: nicht erwähnt
ÖPNV/Mobilität: nicht erwähnt
Fähren: nicht erwähnt
Fokus zu sehr auf große Strategie, zu wenig auf Alltags-Probleme
Wir meckern nicht“ – wirkt defensiv
Positive Framing, aber auch: Kritik/Konflikt ist manchmal nötig? Kann auch naiv wirken
Neu im Rat – wenig Track Record
Anders als CDU (15 Jahre), Unabhängige (einzelne Kompetenz), Linke (4 konkrete Anträge)
Grüne haben Programm, aber noch keine Umsetzung gezeigt
Fazit
Die strategische Kraft mit Bundesmittel-Know-how und Zukunftsblick. Widegreen
positioniert sich als „anders“ (konstruktiv, nicht-meckererisch, mit Plan für 3,8 Mio). Das ist clever und unterscheidet sich deutlich von anderen. Die Biosphärenreservat-Umdeutung von Problem zu Asset ist politisch smart.
Aber: Das Interview konzentriert sich sehr auf große Strategie (Bundesmittel, Modernisierung, Verwaltung) und zu wenig auf alltägliche Gemeinde-Probleme (Wege, Fähren, Leerstand, Schulen). Und ohne konkrete Beispiele zum 15-Punkte-Programm bleibt es abstrakt.
Gut für: Wer an Zukunftstechnologie, Klimaneutralität, langfristiger Planung interessiert ist. Frage:Haben die Grünen auch Antworten für die schnellen, praktischen Probleme von heute?
VERGLEICHSTABELLE
| Kriterium | CDU | Unabhängige | Linke | Freie | Wähler | Grüne | ||||||||||||||||||||||||||
| Konkretheit/Daten | Mittel | ⭐⭐⭐ Sehr | hoch | Niedrig | Mittel | Mittel (Plan erwähnt, nicht detailliert) | ||||||||||||||||||||||||||
| Sozialpolitik | Konservativ | ⭐⭐⭐ Klar | & | datengestützt | Idealistisch | Unklar | Vorhanden | (Entlastung, Solidarität) | ||||||||||||||||||||||||
| Finanzrealism | Ja, aber vage | ⭐⭐⭐ Ja & | deutlich | Nein | Ja, aber vage | ⭐⭐⭐ Ja | (Bundesmittel, | Modernisierung) | ||||||||||||||||||||||||
| Partizipation | Keine | Erwähnung | Erwähnt | ⭐⭐⭐ | Zentral + Beweise | Erwähnt | Erwähnt (mit | Verwaltung) | ||||||||||||||||||||||||
| Authentizität | Sachlich | Stark | Engagiert | ⭐⭐⭐ | Sehr stark | Engagiert | ||||||||||||||||||||||||||
| Differenzierung | Gering | Hoch | Hoch | Gering | Hoch (differenzierte | Argumentation) | ||||||||||||||||||||||||||
| Erfahrung | ⭐⭐⭐ | 15+ Jahre | Weniger sichtbar | Neu/Dynamisch | Weniger sichtbar | Neu im Rat (keine | Track Record) | |||||||||||||||||||||||||
| Innovation/Vision | Niedrig | Mittel | Hoch | Mittel | ⭐⭐⭐ Hoch | (Zukunftstechnologie, | Modernisierung) | |||||||||||||||||||||||||
| Strategischer | Fokus | Lokale | Probleme | Sozialpolitik | Partizipation | Harmonie | Zukunftsfähigkeit & | Klimaneutralität | ||||||||||||||||||||||||
| Alltagsprobleme adressiert | ⭐⭐⭐ | Ja | ⭐⭐⭐ Ja | Teilweise | ⭐⭐⭐ | Ja | Gering (zu strategisch) |
SCHWERPUNKT-POSITIONIERUNGEN
Schwerpunkt: Wirtschaftliche Gerechtigkeit & Armut
UNABHÄNGIGE (Knebusch)
Konkrete Armutszahlen (75% Pendler, -10.000€ Einkommen, 50% unter Durchschnitt)
- Klare sozialpolitische Haltung
- Realistische Lösungen ohne Idealismus
Schwerpunkt: Bürgerbeteiligung
LINKE (Jasker)
Partizipation zentral (nicht nur Versprechen)
4 konkrete Anträge bereits eingereicht
Team mit unterschiedlichen Lebenswegen
Schwerpunkt: Konstruktive Zusammenarbeit & Harmonie
FREIE WÄHLER (Kotzbau)
Sachlich, nicht populistisch
Unabhängig von Parteiloyalität
Authentisch, ehrlich über eigene Grenzen
Schwerpunkt: Zukunftsfähigkeit & Modernisierung
GRÜNE (Widegreen)
Konkrete Bundesmittel-Strategie (3,8 Mio Euro)
Langfristiger Modernisierungsplan Biosphärenreservat als Asset (nicht Problem)
Schwerpunkt: Kontinuität & Erfahrung
CDU (Fabel/Puls)
15 Jahre bewährte Ratserfahrung
Erfolgreiches Beispiel (Grundschule)
Verwaltungserfahrung
WAHLENTSCHEIDUNGSHILFEN
Szenarien für Ihre Wahl:
Szenario A: Sorge um Armut & soziale Gerechtigkeit → UNABHÄNGIGE stark
Einzige mit präzisen Armutszahlen
Sozialpolitik im Fokus
Realistisch ohne zu deprimieren
Szenario B: Wunsch nach Bürgerbeteiligung & Mitsprache → LINKE stark
Partizipation als Kernthema
4 Anträge als Beweis der Aktivität
Vielfältiges Team
Szenario C: Fokus auf Zukunftstechnologie & Klimaneutralität → GRÜNE stark
Plan für 3,8 Mio Bundesförderung
Langfristige Modernisierungsstrategie
Zukunftsorientiert
Szenario D: Wunsch nach Sachlichkeit & Unabhängigkeit → FREIE WÄHLER stark
Unabhängig von Parteizwang
Authentisch, ehrlich, differenziert Konstruktiver Ton
Szenario E: Vertrauen auf Bewährtes & Kontinuität → CDU stark
Langjährige Erfahrung Bekannte Abläufe
Erfolgreiche Beispiele
ZENTRALE FRAGEN FÜR ALLE
- Elbbrücke – realistisch? CDU und Unabhängige betonen stark, aber es ist ein Kreis-/BundesProjekt, nicht Gemeinde-Aufgabe. Warum?
- Biosphärenreservat – Problem oder Chance? CDU kritisiert „Verbote, die nicht nachvollzogen werden“ – die Grünen sehen es als Asset. Wer hat recht?
- Finanzhaushalt – Sparen oder Investieren? Alle sagen es ist eng, aber Grüne betonen Investitionen in Modernisierung. Ist das realistisch?
- Bundesmittel (3,8 Mio) – konkrete Pläne vorhanden? Nur Grüne haben dazu eine Strategie.
Haben die anderen auch Ideen?
- Verwaltung – Stellenabbau oder Stabilisierung? Grüne warnen vor Stellenabbau, andere scheinen das nicht zu thematisieren.
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In eigener Sache: Ich habe mich gefreut, dass fast alle mittaten. Die Beiträge der Parteien für sich stehen zu lassen, befriedigte mich jedoch nicht. Wünschenswert erschien mir eine vergleichende Analyse der unterschiedlichen Positionen. Und so kam KI mit diesen Fragen ins Spiel:
In welchen Punkten unterscheiden sich die Positionen?
Sind die Argumente stimmig?
Welche Argumente punkten besonders?
Welche Argumente sind dagegen noch etwas ausbaufähig?
Ich meine, die Ergebnisse sind detailliert und demenstsprechend aufschlussreich.
An dieser Stelle möchte ich mich abermals beim amtierenden Bürgermeister und dessen Herausforderer bedanken, aber auch bei den fünf Parteien, die sich Zeit für meine Fragen genommen haben. Dass war ja leider nicht selbstverständlich, dass sie sich der Öffentlichkeit stellen.
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